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Caro Goßen – Vom Burnout zum Herzensfeuer

Interview mit Caro Goßen, inspiriert vom Kunstwerk „Wildfire“ von Tamara Tavella
Caro Goßen, Coach für Berufung und Umorientierung

Kennst du das Gefühl, dass dein inneres Feuer immer kleiner wird?

Durch das viele Tun, Sein und Funktionieren.
Für andere.
Für Rollen, die du irgendwann einfach übernommen hast.

Du verlierst dich dabei immer mehr.

Bis du gar nicht mehr weißt, was du eigentlich willst.
Und was dir guttut.

Caro Goßen begleitet heute Menschen dabei, ihr Herzensthema zu finden.

Und ihr eigenes Feuer brennt so richtig hell.

Caro Goßen (Caro Gossen), Coach für Berufung und Umorientierung
Caro Goßen

Doch mit 25 war es beinahe erloschen. Sie rutschte in ein Burnout und stand vor der Frage, ob sie weitermacht wie bisher oder mutig auf ihr inneres Feuer hört.

Was liegt dazwischen?

Begleitet hat uns in diesem Gespräch mein Kunstwerk „Wildfire“, das von genau dem Moment erzählt, in dem wir uns erlauben, unser wildes Herz zu erwecken und unser inneres Feuer zu zünden.

Aus der Symbolkraft dieses Bildes sind meine Fragen an Caro entstanden.

Kunstwerk „Wildfire“ von Tamara Tavella - Krafttier Pferd
„Wildfire“ – Originales Kunstwerk auf Leinwand. 👉 Hier erfährst du mehr über dieses Bild.

Es ist ein Gespräch über alte Glaubenssätze, über die leise Stimme unserer Intuition und über einen kleinen Funken, der heute schon in dir aufleuchten darf.

Und ganz am Ende verrät Caro, welches Krafttier sie begleitet.

Darum geht es in diesem Gespräch mit Caro Goßen

Wie Caro Goßen mit 25 in ein Burnout rutschte und welcher Satz ihrer Ärztin alles veränderte.

Welche alten Glaubenssätze uns davon abhalten, für unser Herzensthema loszugaloppieren.

Warum es nicht egoistisch ist, zuerst für dich selbst zu sorgen.

Wie du die leise Stimme deiner Intuition wieder hören kannst.

Welches Krafttier Caro begleitet.

Wenn das innere Feuer fast erlischt

Kunstwerk „Wildfire“ - Krafttier Pferd
„Wildfire“ – 👉 Hier erfährst du mehr.

In meinem Kunstwerk „Wildfire“ geht es darum, seinem wilden Herzen zu folgen. Die Begeisterung zu fühlen, seiner Intuition zu vertrauen und mutig für seine Visionen loszugehen.
Manchmal kommen wir im Leben an einen Punkt, an dem wir fühlen, dass unser Feuer ausgeht. Dass es kaum mehr brennt.

Gab es in deinem Leben so einen Moment? Wie hat sich das angefühlt, und woran hast du gemerkt, dass dein Feuer fast aus war?

Oh wow, was für eine Einstiegsfrage. Ja, diesen Punkt gab es in meinem Leben.

Das war 2010/2011. Nach dem Masterstudium habe ich meinen ersten Job begonnen und bin innerhalb eines halben Jahres in ein Burnout geschlittert. Mit 25 Jahren.

Nicht, weil ich mich überarbeitet hatte. Sondern weil ich in diesem Job gegen all meine Kernwerte verstoßen musste.

Ich liebe Kommunikation, saß aber nur am Rechner.
Ich liebe Freiheit, wie das Pferd, war aber montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Büro.
Ich liebe Wahrheit, musste aber ständig Kunden anlügen, weil hohe Konventionalstrafen gezahlt werden mussten, wenn Liefertermine nicht gehalten werden konnten.
Das war krass.

Lange habe ich gar nicht gemerkt, was los ist. Meine Stimmung hat ständig geschwankt. Gefühlt viermal am Tag war ich ganz die Alte, und mir ging es richtig gut. Und viermal am Tag habe ich taube Arme bekommen oder wollte nur noch gegen die Wand gucken.

Dann habe ich mit einer Ärztin gesprochen. Sie sagte: „Frau Goßen, auf Neudeutsch würde man das Ganze als Burnout bezeichnen. Sie sind gerade an einer Stelle, an der Sie noch umdrehen können. Sonst wird die Stimmung als Nächstes nur noch unten bleiben. Und dann wird es wahrscheinlich zwei Jahre dauern, bis Sie da wieder rauskommen.“

Das war der Moment, in dem ich gekündigt habe. In dem ich mich selbständig gemacht, die Dinge hinterfragt und mir wieder hervorgeholt habe, was ich eigentlich wollte.

Dass mein Feuer ausgegangen war, habe ich vor allem daran gemerkt, dass ich mich sozial zurückgezogen hatte. Ich sage immer: Ich habe die Beziehung zu meiner Couch sehr intensiviert. Freunde wollte ich nicht mehr sehen. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag zu Hause geblieben, hätte gegen die weiße Wand geguckt und wäre damit happy gewesen. Was eigentlich überhaupt nicht zu meinem Naturell passt.

Ich bin auch oft weinend zusammengebrochen. Und obwohl ich die Reißleine gezogen und mich mit meinem Herzensthema selbständig gemacht hatte, habe ich anderthalb Jahre gebraucht, bis ich wieder ganz die Alte war. Es war wirklich ein krasser Knick in meinem Leben. Auch im Selbstwert. Vorher hatte ich einen sehr guten Selbstwert, aber damals war der echt weg.

Heute bin ich froh, dass ich das erlebt habe. Weil sich viele meiner Kundinnen und Kunden genau an dieser Stelle befinden. Und ich weiß, wie schlimm sich das anfühlt.
Man macht sich selbst Vorwürfe und denkt: Ich bin doch gesund, ich habe zwei Arme, zwei Beine. Aber es geht einfach nicht.

Man ist wie gefangen im eigenen Körper. Das war für mich das schlimmste Gefühl.

Was uns davon abhält, loszugaloppieren

Detail aus dem Kunstwerk „Wildfire“ - Krafttier Pferd - Interview Caro Goßen (Caro Gossen)

Das Krafttier Pferd steht in diesem Kunstwerk für das Feuer in uns, das voller Begeisterung und Kraft vorangaloppiert. Doch damit es mit uns losgaloppieren kann, müssen wir erst einmal bewusst wahrnehmen, was uns bremst und unser Feuer klein hält.

Wenn du auf deine Geschichte schaust: Was hat dich gebremst, und wann ist dir das bewusst geworden?
Und wenn du an die Menschen denkst, die du begleitest: Welche Bremsen begegnen dir dort am häufigsten?

Was für eine schöne Frage. Bei mir war es das gute alte Thema Glaubenssätze.

Im Masterstudium hatten wir ein Programm zur Persönlichkeitsentwicklung. Wir mussten ein Buch von Stephen Covey lesen. Und ich habe gedacht: Wie cool wäre es, wenn dein Job eines Tages genau daraus besteht, solche Bücher zu lesen und Menschen zu helfen.

Da war der Wunsch, Coach zu werden, definitiv schon da. Und ich habe es auch ausgesprochen: „Ich glaube, ich werde danach Coach.“ 

Alle haben gesagt: „Dafür muss man aber schon ein bis zwei graue Haare haben. Du kannst dich doch nicht mit 25 hinstellen und den Leuten sagen, wie die Welt funktioniert.“

Meine Eltern waren es gar nicht so sehr. Es waren eher alle anderen. Und ich habe es geglaubt und für bare Münze genommen. Also habe ich mir erst einmal einen vernünftigen Job gesucht.

Denn dadurch habe ich alles noch einmal hinterfragt.

Und dann habe ich mich mit Berufsfindung für Schüler und Studenten selbständig gemacht. Mein vierter Klient war dann aber Mitte 40 und Steuerberater. Und so wurde daraus Berufsfindung und Umorientierung. Irgendwann kamen Firmenkunden und Vorträge dazu.

Und ich wurde dann doch relativ schnell auf allen Ebenen ernst genommen, obwohl ich so jung war. Weil das, oh Wunder, genau das ist, wofür ich brenne und wofür ich losgaloppiere.

Am Ende sind es wirklich die Prägungen aus der Kindheit und die Glaubenssätze, die so viele der Menschen, die ich begleite, davon abhalten, für ihr Thema loszugaloppieren.

Gerade beim Beruf sind es immer die Klassiker:
Kind, lern was Vernünftiges.
Alles, was in Richtung Kunst geht, ist brotlos.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Arbeit ist der Ernst des Lebens.
Du bist nicht gut genug.

Das ist ähnlich wie bei dir, Tamara. Viele haben ihr Herzensthema oder ihre Berufung in einem Feld, das im Klischee als „nicht vernünftig“ gilt. Eben nicht Banker, nicht Apotheker, nicht Steuerberater, nicht Lehrer. Und dann kommen diese Sätze so richtig zum Tragen.

Darüber haben wir auch in meinem Podcast viel gesprochen. Das ist die Krux: Die Berufung gilt im gesellschaftlichen Klischee oft als nichts Vernünftiges. Und wegen dieser Glaubenssätze gehen die Menschen ihr dann nicht nach.

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Die Erlaubnis, die wir uns selbst nicht geben

Detail aus „Wildfire“: Das Mädchen als Symbol für deine reine Seele

Das Mädchen in „Wildfire“ steht für die reine Seele, das innere Kind. Für den Anteil in uns, der einfach in Vertrauen loslassen möchte, wenn er denn die Erlaubnis dafür bekäme.

Wann hast du gespürt, dass es an der Zeit ist, dir diese Erlaubnis zu schenken und für dich und deine Visionen loszugehen?
Und woran kann eine Frau spüren, dass es für sie an der Zeit ist?

Bei mir war es der hohe Leidensdruck.

Und das ist auch für viele andere Menschen der Klassiker. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Oft bewegen wir uns erst in die Veränderung, wenn es nicht mehr anders geht. Wenn der Leidensdruck wirklich hoch ist.
Durch Krankheit, durch eine Trennung, durch eine Kündigung. Oder weil sich im Außen etwas ändert, das uns zur Veränderung zwingt. Oder weil es uns so schlecht geht, dass wir merken: Es geht nicht mehr. 

Es gibt natürlich auch noch andere Wege. Wenn sich zum Beispiel Menschen proaktiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, mit ihrem Leben, mit ihren Träumen, und so Stück für Stück dahin kommen. Aber auch das ist sehr oft mit Leidensdruck verbunden.

Ich selbst versuche seitdem, Veränderung immer proaktiv anzugehen.

Aber ich glaube, die meisten spüren es am hohen Leidensdruck. Das zeigt sich auch bei meinen Teilnehmern. Sie kommen und sind ganz fleißig. Und wenn der Leidensdruck nachlässt, lässt auch der Fleiß ein bisschen nach. Was ich völlig normal finde.

So oder so glaube ich: Es ist für jeden wertvoll, sich einmal grundsätzlich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Damit wir unser Leben wirklich proaktiv gestalten können.

Wenn man sich selbst wieder wichtig nimmt

Viele Frauen leisten so viel und sind immer für alle da. Dabei vergessen sie sich selbst. Sie funktionieren und stellen ihre eigenen Visionen und Wünsche hinten an. Und oft fühlt es sich fast egoistisch an, sich selbst wieder wichtig zu nehmen.

Was verändert sich, wenn eine Frau es trotzdem tut – für sie selbst und für die Menschen um sie herum?

Auch eine sehr schöne Frage. Das gilt nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Ich arbeite ja mit beiden.
Wir sind alle mit diesen Sätzen groß geworden: „Wie egoistisch ist das denn?“ Und: „Immer erst die anderen.“

Ich liebe den Satz: Wenn jeder für sich selbst sorgt, ist für jeden gesorgt.

Das schließt natürlich nicht aus, dass man auch für andere sorgen darf. Aber erst einmal für sich selbst.

Es gibt auch ein schönes schamanisches Sprichwort:
„Du musst dreimal für dich selbst sorgen, bevor du einmal für andere sorgen kannst.“

Das heißt zuerst für dich, damit es dir gut geht.
Dann wieder für dich, damit du etwas in Reserve hast.
Und dann noch einmal für dich, damit dein Gefäß überfließt und du es weitergeben kannst.

Das finde ich ein sehr, sehr schönes Bild.

Stell dir vor, wir geben uns die ganze Zeit auf, um für alle da zu sein. Dann geht es uns am Ende schlecht. Und wenn es uns schlecht geht, werden wir automatisch zur Belastung für andere.

Deshalb finde ich es überhaupt nicht egoistisch, darauf zu schauen, dass es einem selbst gut geht. Wir denken nur so oft schwarz-weiß. Dabei geht beides gleichzeitig. Ich kann schauen, dass es mir gut geht, und trotzdem für andere da sein. Nur die Reihenfolge darf sich ändern.

Wenn es mir wirklich gut geht, bin ich automatisch eine Bereicherung für mein Umfeld. Und wenn es mir wirklich schlecht geht, bin ich automatisch eine Belastung. Beides ist okay, und beides darf sein.

Ich fände es nur schöner, wenn mehr Menschen eine Bereicherung für andere wären. Und da kommen wir hin, wenn jeder gut für sich selbst sorgt.

Bei mir selbst ist dieses Für-mich-Sorgen durch das Burnout mittlerweile richtig ins Unterbewusstsein übergegangen.

Damals habe ich angefangen, immer zu schauen: Worauf habe ich gerade wirklich Lust?
Wo es ging, habe ich nur noch das gemacht und alles andere weggelassen.

Dadurch frage ich mich heute immer zuerst, was für mich gerade wichtig ist. Das sitzt so tief, dass ich mich schon morgens als Erstes frage: Was ist jetzt dran? Ist es Lesen? Ist es Sport? Ist es, direkt anzufangen zu arbeiten? Mich fertig zu machen? Oder im Schlafanzug anzufangen?

Und ich baue ganz viele kleine Momente der Selbstfürsorge ein. Ich glaube, das kennen viele: Man denkt, jetzt etwas Gemütliches anzuziehen wäre schön, aber man hat keine Lust, sich umzuziehen. Oder Kerzen anzumachen wäre schön, aber man hat keine Lust.

Genau das tue ich dann. Mach dir die Kerzen an. Mach dir einen schönen Tee. Mach es dir gemütlich.

Das sind kleine Dinge, die wirklich jeder machen kann und die nicht viel kosten. Und es sind Momente, die ich sehr, sehr häufig in meinem Alltag habe.

Wie ein Pferd der Intuition folgen

Krafttier Pferd als Symbol für Intuition im Kunstwerk „Wildfire” - Interview Caro Gossen

Das Pferd in „Wildfire” galoppiert, ohne zu zögern. Es folgt seiner Intuition. Viele von uns haben das verlernt.

Gab es einen Moment, in dem du deinem Bauchgefühl gefolgt bist, obwohl der Kopf etwas anderes gesagt hat? Was ist dann passiert?

Und wie kann eine Frau, die ihr Bauchgefühl kaum noch hört, wieder Zugang dazu finden?

Oh wow, was für eine schöne Frage.

Ich hatte jahrelang keine Intuition. Manchmal hatte ich so ein intuitives Wissen, war aber ansonsten völlig verkopft und völlig im Außen. Wenn Coaches mich gefragt haben „Wo spürst du das im Körper?“, konnte ich nie etwas spüren.
Das hat sich komplett gewandelt.

Für mich war der Schlüssel „Grmpf oder Bingo“. Die beiden Begriffe habe ich von Dr. Maja Storch. Sie sagt: Das Unterbewusstsein hat ganz schnell Antworten für uns. Stell dir vor, dein Chef ruft an. Ist das ein „Grmpf“ oder ein „Bingo“? (Wer mehr darüber wissen möchte: Ich habe in meinem Podcast eine ganze Folge dazu gemacht.

So bin ich aus dem Burnout herausgekommen. Indem ich angefangen habe, nach Bingo zu leben. Maja Storch sagt, die Glücksformel fürs Leben ist, in allen Bereichen zwei Drittel Bingo zu haben. Bei mir war es damals umgekehrt, eher noch schlimmer.

Das war der erste Schritt. Über die letzten Jahre habe ich es mir dann zur Aufgabe gemacht, immer mehr meiner Intuition zu folgen.

Meine krasseste Entscheidung gegen den Kopf, aber auch die schönste, war vor vier Jahren. Ich habe mein komplettes Offline-Business mit fünf Einkommensquellen gekappt, um ganz neu online aufzubauen. Gleichzeitig habe ich auch mein Privatleben umgekrempelt, in Aachen alles aufgegeben und bin nach Krefeld gezogen.

Ich habe also mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt. Mit dem Riesenrisiko, das Einkommen einmal ganz zu kappen. Das hätte man auch anders machen können.

Mein Kopf hat natürlich rebelliert. Aber es war eines der schönsten intuitiven Erlebnisse für mich. Die Entscheidung war so groß. Und mein Herz war so laut.

In dem Moment, in dem mein Kopf rebelliert hat, hat meine Intuition so laut zurückgerufen. Ich konnte nicht anders. Es hat mich so sehr in diese neue Richtung gezogen. Und ich wusste: Es wird gut. Und es ist mega gut geworden.

Vor dieser Entscheidung habe ich mich zwei, drei Wochen zurückgezogen. Und auch das ist ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, wieder Zugang zur Intuition zu finden.

Jeder hat Intuition. Aber wir sind so oft so viel im Außen und so wenig in der Stille, dass wir diese Stimme nicht hören können. Ich sage immer:

Wirklich physische Ruhe um uns herum, damit wir sie hören können. Die meisten von uns hängen den ganzen Tag am Handy, in E-Mails, in Gesprächen oder in To-dos. Da kann man diese Stimme einfach nicht hören. Je mehr man in die Ruhe geht, desto besser.

Und man kann das, wie alles, trainieren. Wenn wir anfangen, dieser Stimme zuzuhören, wird sie auch wieder lauter. Das braucht einfach Zeit und Zuwendung.

Freiheit, Energie und Begeisterung

Originalkunstwerk „Wildfire“ von Tamara Tavella als Inspiration für das Interview mit Caro Goßen

Mein Kunstwerk „Wildfire“ lebt vom Gefühl der Freiheit, der Energie und der Begeisterung.

Wann spürst du dieses Gefühl in deinem Leben? Magst du mir einen solchen Moment beschreiben?

Ganz klar. Erster Punkt, der perfekt zum Kunstwerk passt: Wenn ich auf einem galoppierenden Pferd durch den Wald oder über ein Feld reite, dann spüre ich dieses Gefühl definitiv.

Aber so blöd es klingt: auch jeden Tag in meiner Arbeit. Denn genau diese drei Dinge sind für mich super wichtig. Genau wie für das Pferd.

Ich habe mein Leben so gestaltet, dass ich mich unheimlich frei fühle, weil ich frei bin. Weil ich selbständig bin. Und ich habe unheimlich viel Energie und Begeisterung, weil ich einfach liebe, was ich tue.

All diese Menschenthemen. Persönlichkeitsentwicklung, tief in die Psyche eintauchen, in die Prägungen der Kindheit, ins Traumleben. Und Menschen dabei zu begleiten, von A nach B zu kommen. Von „Ich bin vielleicht nicht so happy mit meinem Leben“ über „Was will ich überhaupt?“ bis zu „Wie komme ich aus meinem jetzigen Leben in das neue, ohne alles abbrechen zu müssen?“.

Das fasziniert mich so sehr, dass ich sagen kann: Ich habe dieses Gefühl an 80 bis 90 Prozent der Tage im Jahr.

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich nicht voller Energie bin. Aber das Lustige ist: Sobald ich anfange, mich mit diesen Themen zu beschäftigen, egal ob bei einer Podcastaufnahme oder in einem Workshop, kommt meine Energie sofort zurück.

Jeder Mensch hat so ein Thema, das ihm Energie gibt. Oder mehrere. Und ich sage immer: Der kürzeste Weg zum Erfolg ist, dich ganz rigoros zu fragen:

Egal ob im Beruf, bei Menschen oder bei Hobbys. Und dann fang an, mehr von dem zu tun, was dir Energie gibt.

Dann kommt, glaube ich, ganz automatisch auch das Gefühl von Freiheit und Begeisterung.

Wie man brennt, ohne auszubrennen

Detail Kunstwerk - Feuertöne

In meinem Bild verstärken Rottöne die Aussage. Rot ist intensiv, voller Energie und Leidenschaft. Es ist die Farbe des Mutes und des Feuers. Doch Feuer ist ungezügelt und wild. Man kann sich auch daran verbrennen.

Wie hältst du dein inneres Feuer lebendig, ohne auszubrennen? Was nährt deine Begeisterung?

Das ist so eine spannende Frage. Denn ein paar Jahre nach meinem Burnout durfte ich das Gegenteil erleben. Wie es ist, einen Job zu haben, der einem immer wieder Energie gibt, auch wenn man eigentlich total kaputt ist und nicht mehr kann.

Am Anfang meiner Selbstständigkeit gab es eine Phase, in der ich unter der Woche drei, vier verschiedene Städte angefahren bin und jeden Tag einen Workshop hatte. Das war so weit raus aus der Komfortzone, dass ich wirklich keine Energie mehr hatte.

Ich lag abends im Bett, habe sechs oder sieben Stunden geschlafen und mich nicht bewegt. Morgens bin ich genauso aufgewacht, wie ich eingeschlafen bin, und habe nur gedacht: Boah, wer soll diese ganzen Menschen heute begeistern? Ich bin’s nicht.

Aber sobald ich angefangen habe, den Workshop zu geben und mich mit den Themen zu beschäftigen, ist meine Energie zurückgekommen. Jeden Abend, bevor ich schlafen gegangen bin, war ich voller Energie. Und morgens eben nicht.

Das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Zu merken:

Wenn man etwas macht, das einen begeistert, bringt es einem tatsächlich immer die Energie zurück.

Aber man kann trotzdem ausbrennen, wenn man zu viel macht.

Für mich ist das Warnzeichen, wenn ich morgens gerädert bin, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Dann darf ich darauf achten, genug Pausen zu machen. Egal, wie begeistert ich von dem bin, was ich tue.

Was meine Begeisterung nährt, sind definitiv die Themen an sich. Auch wenn ich mal keine Lust habe zu reden, was nach tagelangen Gesprächen durchaus vorkommt: Wenn jemand mit mir über tiefe Themen anfängt, über Menschenthemen, dann bin ich in 60 bis 120 Sekunden wieder voll „on fire“.

Und das nährt immer wieder meine Begeisterung.

Folge der Sehnsucht

Frau betrachtet das Kunstwerk „Wildfire” an der Wand

Stell dir eine Frau vor, die „Wildfire“ vor sich sieht und sich mitreißen lässt. Sie spürt eine Sehnsucht in sich, ihre kleine, beinahe erloschene Flamme wieder zu einem großen Feuer werden zu lassen.

Was möchtest du ihr sagen? Welcher kleine Funke darf heute schon in ihr aufleuchten?

Folge der Sehnsucht. Lerne sie kennen, spüre sie und folge ihr.

Und genau das ist der Funke, der in ihr aufleuchten darf – die Erkenntnis, dass sie ihrer Sehnsucht folgen darf.

Und wenn jemand seine Sehnsucht nicht mehr spüren kann, ist ein erster kleiner Schritt, sich immer wieder zu fragen: Wie geht es mir eigentlich gerade? Und was wäre mein persönliches Ideal, auch in kleinen Dingen? Was wäre zum Beispiel heute Abend mein persönliches Ideal?

Auch wenn man weiß, dass es vielleicht gar nicht geht.
Als Beispiel: Du bist eine alleinerziehende Mama und dein Ideal wäre, heute Abend einmal ganz alleine ins Wellness zu fahren. Auch wenn du weißt, dass das heute vielleicht gar nicht geht, ist es schon wertvoll, wenn du dir dieses Ideal bewusst machst.

Gerade bei vielen Müttern erlebe ich das. Wenn ich frage: „Was willst du denn? Was würdest du machen, wenn alles möglich wäre?“, dann kommt oft: „Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nicht, wann ich mich das, das letzte Mal gefragt habe.“

Deshalb geht es darum, sich diese Frage überhaupt wieder zu stellen. Gar nicht mit dem Anspruch, das Ideal sofort umsetzen zu können. Sondern um wieder in Übung zu kommen und zu erspüren, was man selbst wirklich möchte.

Caros Krafttier

Und zum Schluss eine Frage, die ich jedem meiner Gäste stelle:
Gibt es ein Krafttier, das dich begleitet oder dem du dich besonders verbunden fühlst?
Und magst du mir erzählen, warum gerade dieses?

Ja. Tatsächlich ist es die Giraffe.

Vor Jahren, als ich mit Krafttieren in Berührung kam, habe ich bei einer Übung mitgemacht, in der uns eine Frage gestellt wurde: „Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du?“ Wir sollten das Erste nehmen, das uns einfällt, ganz egal, ob wir uns wundern oder es komisch finden.

Bei mir kam die Giraffe.

Giraffe, das Krafttier von Caro Goßen
Die Giraffe, das Krafttier von Caro Goßen

Danach habe ich nachgelesen, wofür die Giraffe als Krafttier steht. Und ich war berührt, wie genau sie beschreibt, was ich tue. Meine Berufung und meine Begeisterung dafür.

Denn sie ist ein Tier des Perspektivwechsels. Sie sieht weit in die Ferne und doch die Details in den Bäumen.

Sie hat eine leise, friedvolle Präsenz und führt uns bei Herausforderungen zu Möglichkeiten und Lösungen.

Sie beschreibt so genau, was zu mir passt, was ich liebe und was mein Herzensthema ist.

Seit diesem Tag fühle ich mich der Giraffe sehr, sehr verbunden. Weil sie einfach den Nagel auf den Kopf trifft.

Vielleicht fragst du dich jetzt, welches Krafttier dich begleitet? In diesem Artikel teile ich 5 Wege, wie du deinem Krafttier näherkommst.

Über Caro Goßen

Caro Goßen, Coach für Berufung und Umorientierung

Caro Goßen ist Coach für Berufung und Umorientierung. Seit rund 15 Jahren begleitet sie Menschen dabei, ihr Herzensthema zu finden und ein Leben zu führen, das wirklich zu ihnen passt. Sie nennt das ein „artgerechtes Leben”.

Sie ist pferdegestützte Coach, Heilpraktikerin für Psychotherapie und psychologische Beraterin. Ihr größter Antrieb ist, wie sie selbst sagt, „das Thema Mensch”.

In ihrem Podcast „Selbstbedienung – Selfcare to go” teilt sie jede Woche Impulse für mehr Selbstfürsorge und Sinn.

Hier findest du mehr über Caro Goßen:

Mehr zum Kunstwerk

Originalkunstwerk „Wildfire” von Tamara Tavella - Krafttier Pferd
„Wildfire“ – Originales Kunstwerk auf Leinwand. 👉 Hier erfährst du mehr über dieses Bild.

Vielleicht konntest du dich beim Lesen mit „Wildfire“ verbinden und fühlen, wie stark das Gefühl von Freiheit, Begeisterung und Aufbruch in ihm schwingt.

Es möchte dich daran erinnern, deiner Sehnsucht und deinem wilden Herzen zu folgen.

Es kann dein Anker sein, der dir hilft, diese Gefühle und deine Vision jeden Tag in deinem Leben zu manifestieren.

Das Original wartet noch auf seinen Menschen.

Von „Wildfire” gibt es auch noch 👉 limitierte Kunstdrucke. Das Fenster zum SoulPrint-Shop öffnet nur zu bestimmten Zeiten.

Wann es wieder so weit ist, erfährst du in meinem Art&Soul Letter. Dort teile ich auch Geschichten hinter meinen Bildern und Impulse aus meiner Welt der Krafttiere.

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Danke, liebe Caro, für deine Offenheit, deine Ehrlichkeit und dein Feuer. Es hat mir viel Freude bereitet, deine wertvollen Antworten auf meine Fragen in diesen Artikel zu packen.

Und dir danke ich von Herzen fürs Lesen. 💜

Vielleicht nimmst du dir heute Abend einen Moment und fragst dich, so wie Caro es vorschlägt:
Was wäre jetzt mein persönliches Ideal?


✍️ Dieser Artikel wurde von Caro und mir persönlich mit Herz verfasst. 💜
Ich setze KI nur unterstützend ein.


Häufige Fragen zum Interview mit Caro Goßen


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Tamara Tavella Künstlerin aus Südtirol - Krafttiere

Ich bin Künstlerin und schaffe Kunst, die dich durch die Magie der Krafttiere an deine Essenz erinnert.

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