Einblicke Kunstwerke

So kommt das Gesicht auf die Leinwand

Remo 2 - 60x60 cm - Acryl auf Leinwand - 2015Heute gebe ich euch einen kleinen Einblick in den Arbeitsablauf eines Kinderportraits.
Ein Portrait soll natürlich dem Original ähneln. Das ist die große Schwierigkeit, denn die Angst die Zeichnung zu verlieren hemmt einen locker und frei zu malen. 

Ich bringe bei so einem Bild die Zeichnung nicht wie üblich direkt auf die Leinwand, sondern zuerst in Originalgröße auf Papier. Ein Quadratnetzraster hilft die Proportionen zu treffen. Anschließend trage ich dann auf der Rückseite Kohle auf und kann die Vorzeichnung, aufgelegt auf die Leinwand, durch durchdrücken mit einem Bleistift, beliebig oft auf die Leinwand bringen.
Verliere ich mich in der Malerei und habe keine Orientierung mehr, kann ich die Zeichnung nachträglich noch einmal auftragen.

Schon die alten Meister der Kunstgeschichte brachten mit Hilfe der Camera obscura, oder auch solchen Rastern, proportional richtige Zeichnungen und Malereien, zustande. Große Künstler lassen sogar oftmals das gezeichnete Raster stehen und nutzen es als gestalterisches Mittel. Also an alle lieben Hobbykünstler da draußen. Nutzt dieses Hilfsmittel!

Trotzdem sollte man das freie Zeichnen natürlich nicht vernachlässigen. Zeichnen ist die Basis für den Künstler und tägliches Üben zu zeichnen und zu sehen ist notwendig. Das ist wie mit dem Sport. Wenn ein Sportler wochenlang nichts tut, wird er Muskeln und Fähigkeiten abbauen. So ist es auch in der Kunst. Kunst ist eben doch Arbeit.

Weitere Kinderportraits könnt ihr euch hier anschauen.

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