… und wieder einmal ein Kampf…

Ausblick - 120x100 cm - Acryl auf Leinwand - 2015

… war das mit diesem Bild. Es gab echt viele Zwischenschritte, aber ich war teilweise so vertieft, dass ich es vergessen hatte, hin und wieder ein Foto zu schießen. Ich hoffe man kann trotzdem erahnen, wieviel Arbeit hinter diesem Bild steckt.
Die Leinwand hatte ja kein gutes Karma. Immerhin war das nun schon das dritte Bild, das darauf gemalt wurde. Aber alle guten Dinge sind bekanntlich drei und dieses Mal ist das Bild doch etwas geworden.

Ich habe dann natürlich das zweite misslungene Bild schnell überspachtelt, um nicht ganz den Überblick beim Zeichnen zu verlieren. So war der Start farbig, aber beliebig und sehr unruhig. Meistens überlege ich mir schon beim Setzen eines Hintergrundes, wo ich welche Farbe setze. Dies fiel hier flach, aber das muss auch nicht immer schlecht sein. Ganz im Gegenteil! Die Zufälligkeiten die entstehen, haben schon ihren Reiz.

Ich hatte zwei Problemphasen, die es zu überwinden galt. Einmal musste ich wirklich lange mit dem Himmel, bzw. den Wolken kämpfen. Ich dachte mir, dass das nicht sein kann… der Berg viel mir so leicht und nun sollte es an den Wolken scheitern? An Wolken?! Sobald ich mich entschied einen etwas andersfarbigen Himmel zu malen ging es besser… Sie waren zwar immer noch nicht zufriedenstellend, aber immerhin kam es mir etwas harmonischer vor.

Die zweite Stelle, die Schwierigkeiten machte, war die Figur, die sich auf dem Foto befand… mein Schwager, Valentin, um genau zu sein. Er ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger und von ihm habe ich einiges an Bildmaterial für meine Bergbilder bekommen. Mein Anspruch ging keinesfalls so weit, dass die Figur Ähnlichkeiten mit Valentin haben musste, aber ich wollte sie schon da haben… eigentlich… ich hab ihn dann einige Male gezeichnet, gemalt, wieder weggemalt, wieder gezeichnet, korrigiert, u.s.w. bis ich ihn dann schon so weit hatte, dass man zumindest erkennen konnte, dass da eine Figur sitzt ;o)

Doch als ich das Bild aus der Ferne betrachtete war es für mich nicht stimmig. Nein, es ist einfach nicht fertig, irgendetwas passt da nicht – dachte ich mir. Ich habe es dann einmal für ein Weilchen beiseite gestellt und mich anderen Sachen gewidmet. Am nächsten Tag, war es mir klar. Die Figur, an der ich ewiglange herumgebastelt habe, die gehört da einfach nicht hin! Oft funktioniert ein Foto super und man meint, es soll genauso auf das Bild kommen, aber man muss sich von der Vorlage lösen können und das habe ich schlussendlich auch gemacht. Es ist nicht leicht, die Arbeit, die man sich gemacht hat, einfach zu überpinseln, zu zerstören, aber wenn man dann das Endresultat sieht, ist man froh, dass man nicht daran festgehalten hat. Schade, dass es nicht mehr Fotos gibt.

Ein sehr lehrreiches Werk ist das jedenfalls, was mich fast die ganze Kurswoche gekostet hatte. Ich freue mich über das Ergebnis, und, dass es bei „Kunst unter den Sternen“ einen Eindruck hinterlassen konnte und den ersten Preis gewonnen hat. Ich freue mich, ich freue mich! :o)

 

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